Ferien, aber Geldbörse verloren, was nun?
Ja, ich schreibe auch mal wieder was. Mal wieder neuen Content hierher bringen. Naja, mal zur Sache.
Es war der Anfang meiner letzten Herbstferien meines Lebens. Ich wollte den ersten Sonntag nach München, mich mit einem der Free Lancer (Ivan) und auch mit dem Geschäftsführer (Christian) von gimigames treffen.
Es war so geplant: 9:05 fahr ich los, 11:38 Ankunft in Frankfurt, 11:54 mit dem ICE nach München. 14:05 wollte ich angekommen sein. Dann wollte ich mich um 15:00 mit Christian treffen, 16:30 mit Ivan.
So war es abgelaufen: 10:15 los. Der InterCity, der um 10:09 bei uns losfahren sollte und erst aus Kassel-Whöhe kommt, war schon 40 Minuten verspätet. Geil! Die Reservierungen für meine Familie, die nach Stuttgart wollte, war schonmal für die Katz. Nach etwa 11 Uhr rief mich Christian an, ob alles noch passen würde. Leider musste ich ihm absagen. In Gießen sind wir umgestiegen und hatten den InterCity weitergenommen, weil der Mittelhessen-Express (Express? Pah, Bummelzug!) überholt werden sollte. Während dessen habe ich im Zug den bahn.comfort-Service angerufen und neue Reservierungen für den EC 319 von Frankfurt nach Stuttgart vorgenommen. Das ging relativ problemlos. Super Service. In Frankfurt sind wir gegen 12:10 angekommen, der EuroCity fuhr um 12:20 ab. Alles geklappt und gut, dass ich reserviert hatte, denn der Zug war voll! Ab Stuttgart wurde ich schon von meinem Platz vertrieben – Ich bin ja von dort aus weiter nach München. Die letzten zwei Stunden waren recht angenehm. Das Mädel neben mir war ziemlich nett und hatte mir auch geholfen, wie ich am schnellsten und unkompliziert von München Hbf zum Odeonsplatz kommen würde.
Ab der Ankunft in München an verlief alles recht unkompliziert. Ich hatte mich dann noch mit Ivan getroffen, etwas geredet und einen Kaffee getrunken. Eilig bin ich wieder zum Hauptbahnhof und hatte Christian angerufen, ob er noch Zeit hätte. Leider nicht, aber er wollte mit dem gleichen ICE nach Berlin wie ich nach Nürnberg. Super! Also hatten wir uns kurz vor knapp im Hauptbahnhof getroffen, sind gemeinsam in den ICE gestiegen und hatten dann doch noch unsere Zeit zwischen München und Nürnberg zum Reden.
In Nürnberg hatte ich mich mit einem Kumpel verabredet, der im großen Stil in Domains investiert. Wir wollen gemeinsam eine große Netzwerklösung zur Verwaltung dieser Domains und Webseiten entwicklen. Da Planungen bekanntlich vorort mit Pizza als Grundlage besser gehen, trafen wir uns in Nürnberg und sind dann nach Fürth in ein Restaurant. Den nächsten Tag musste er zur FH Ansbach, ich hatte ihn den ganzen Tag begleidet, um einen Einblick in sein Studienleben zu erlagen. Um 18 Uhr bin ich aus Nürnberg wieder nach Frankfurt. Ich hatte ein 5er Abteil im ICE3 für mich erwischt, allerdings nur für kurze Zeit. Ein Mädel hatte in Nürnberg ihren Freund besucht und war auf dem Weg nach Köln. Nette Gespräche und zwei Stunden später kam ich in Frankfurt an und bin in IC 2272 auf der Weiterfahrt nach Treysa. Dieser Zug war ziemlich leer, ich hatte mich in Wagen 5 eingefunden und hatte dort ein wenig gedöst.
21:50 war ich in Treysa angekommen und musste feststellen, dass meine Geldbörse verschwunden war! Sofort ließ ich mir eine Rufnummer vom S3-Team in Kassel geben und bat dieses mal im InterCity nach einer ledernen Geldbörse zu schauen. Leider vergebens… Weg. Mit allem, was ich hatte: 2 Kreditkarten, 1 BahnCard, 1 DAK-Kundenkarte, 2 EC-Karten (privat und von meinem Unternehmen), 150 EUR und meinem Personalausweis. Das war das Ende meiner Ferien – finanziell gesehen. Den Abend hatte ich bei Visa und MasterCard die Karten sperren lassen.
Eine Woche später, heute – um genau zu sein, hatte bereits über 130 EUR in Fahrkarten investiert und noch einmal bei der Kommerzbank angerufen, um mich zu erkunden, warum die Ersatz BahnCard Kreditkarte immer noch nicht da sei. Deren Antwort: “Die Rohlinge sind noch nicht eingetroffen und Ihre Karte wird erst ab Mitte nächster Woche bei Ihnen sein.” Ich bin echt enttäuscht! Der bahn.comfort-Dienst hatte mir empfohlen Fahrkarten immer auf Rechnung zu kaufen. Leider machte das kein Zugbegleiter mit, da ich kein Personalausweis habe oder einfach “nicht möglich” sei. Jede Fahrkartenerstattung kostet offiziell 15 EUR. Laut bahn.comfort-Service kostet die Rechnungsstornierung 7 EUR. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob das sich jetzt auf den ganzen Klumpen Fahrkarten bezieht oder jede einzeln. Das wurde mir immer unterschiedlich beantwortet. Am Schalter wurde mir gesagt, es sei möglich, dass ich alles erstatten könne. Heute im Gespräch mit dem bahn.comfort-Service wurde gesagt, es kostete jegedlich 7 EUR pro Haufen. Ich bin mal gespannt. Ich will morgen zu einem guten Freund nach Fulda. Das würde mich wieder 70 EUR kosten!
Schade ist, dass ich eigentlich letzte Woche von Mittwoch bis Freitag nach Mailand mit der CityNightLine wollte. Das konnte ich auch vergessen.
Fazit: Verliert niemals eure BahnCard! Vorallem wenn ihr darauf angewiesen seid wie ich! Desweiteren bin ich wirklich sehr sehr enttäuscht, wie die Bahn mit ihren Premiumkunden umgeht. Anstatt mir wieder eine vorläufige Mobility BahnCard 100 auszustellen, muss ich selbst das Geld der Fahrkarten vorlegen. Wenn sich die Bahn nicht kulant zu den Erstattungen zeigen sollte und mir wirklich die 15 EUR pro Fahrkarte abziehen möchte, werde ich wohl alle Beträge zurückbuchen lassen und mich auf einen Rechtstreit einstellen.
Verspätung mal aus einem anderen Grund
Mammendorf, 8:03 Uhr, ich morgens auf dem Weg zur Arbeit, grade noch die S-Bahn um 8:04 Uhr bekommen. Aber: alle Hatz umsonst, wie sich herausstellte. Wir standen auch um 8:05 Uhr noch. Und wir standen und standen und standen. Keiner wusste, was los ist, keine Durchsage, nichts. 8:15 Uhr zeigte meine Uhr. Das gibts doch gar nicht, der hatte doch eben noch ein grünes Signal? Wieso fährt der nicht? Steh ich doch mal auf und schau zur Tür hinaus. Was seh ich? Ein rotes Signal. Verwirrung – bis ich auf das Gleis 7 schaute. Dort fuhr auf einmal eine S-Bahn ein. Ab dem 13.12. würde das ja sogar passen, da fährt auch um 8:24 Uhr unter Woche eine S-Bahn. Aber wir haben ja noch nicht den 13.12.. Was zur Hölle macht also diese S-Bahn hier? Es sind ja sogar Fahrgäste ausgestiegen. Zumindest erklärt das, wieso wir wieder rot bekommen hatten und nicht fahren durften.
Dann sah ich, wie der Triebfahrzeugführer der eingefahrenen S-Bahn nach vorne zum Führerstand unserer S-Bahn rannte. Ich dachte erst, der will den fragen, was da los ist. So sah es mehr oder weniger auch aus von hinten. Dann ging er aber ganz entspannt wieder zurück. Aus den Lautsprechern tönte dann “Richtung Ebersberg, zusteigen!”.
Alles klar, wir fahren wirklich. Die Türen gingen zu und wir setzten uns in Bewegung. Dann die “Rechtfertigungsdurchsage”: “Verehrte Fahrgäste, leider ist mir der Führerstandsschlüssel abgebrochen, weswegen der Kollege jetzt kam, um mir seinen zu geben. Wie gesagt, ich konnte mit dem abgebrochenen Schlüssel den Führerstand nicht aufsperren und den Zug somit auch nicht fahren. Wir können jetzt aber doch fahren, wenn auch mit einiger Verspätung, ich bitte um Entschuldigung.”
Sowas… hab ich auch noch nie erlebt. Dass man mal von einem eingeschlafenen Lokführer irgendwo in Deutschland hört oder einer, der gar nicht erst zur Arbeit kommt, davon hat man schon ab und an mal was gehört. Aber ein abgebrochener Schlüssel? Das ist defintiv mal was neues, wenngleich natürlich nicht gerade schön. Alle Bahnhöfe sind jetzt relativ voll (ich sitze gerade in der S-Bahn und fahre nach München), aber das ist irgendwie auch logisch, wir haben ja nahezu 15 Minuten Verspätung.
Zumindest hat sich das Warten mehr oder weniger gelohnt. Wie wir in Maisach standen sah ich mal eben aus dem Fenster Richtung Ferngleise. Auf einmal kam ein kurzer Zug, kieselgrau-orange lackiert. War doch prompt der Olypmia-Museumstriebzug der S-Bahn München – der 420 001, erstes Fahrzeug seiner Baureihe – auf dem Weg nach Augsburg. Und das sogar besetzt, war eindeutig eine Sonderfahrt der IGS (Interessengemeinschaft S-Bahn München), die den Zug in Stand hält und solche Sonderfahrten veranstaltet.
Was auf dem Weg zur Arbeit nicht alles so erlebt, immer wieder faszinierend :D
Greetz,
Wozzap
Abendliche Kuriositäten in München
Das war ganz klar kein normaler Abend im Münchner Bahnverkehr.
Spontan bin ich noch arbeiten gewesen und sitze also in meinem Zug nach Feierabend Richtung Heimat. Hatte schon gehört, dass der ICE 990 nach Frankfurt statt vom Gleis 15 auf 19 abfährt, denn auf dem 15er stand bereits eine ICE-2-Doppeltraktion-Garnitur (gibts so ein Wort? :D). Weiß ich deswegen, weil ich am Gleis 16 auf meine Regionalbahn Richtung Augsburg wartete. Wir fuhren auch überpünktlich (wenn auch am Gleis 17, das 16er war durch einen Railjet aus Budapest belegt worden) weg – und schon bemerkte ich das erste merkwürdige.
Wie bereits geschrieben waren auf dem 15er Gleis zwei ICE-2-Garnituren, die, die nicht in der Halle stand, hatte im Fahrgastraum keine Beleuchtung, lediglich im Bordrestaurant oder Bordbistro, weiß nicht, was es war, war noch Licht. Wie wir dann vorbeifuhren kam die mögliche Antwort für all die Gleisänderungen: An der Spitze des Triebzuges hing eine 218er-Diesellok. Schätzungsweise hatte der ICE ein Problem, konnte sich noch mit Hilfe des zweiten Triebkopfes nach München schleppen und muss jetzt ins Werk gezogen werden. Wäre eine für mich plausible Erklärung, wissen tu ich es nicht.
Kann ja mal vorkommen, dachte ich. Doch schon auf der Fahrt Richtung Pasing kam die nächste Kuriosität: Ein Güterzug kam uns entgegen. Ja, in Fahrtrichtung Hauptbahnhof bei Laim. Jetzt stellt sich die Frage: was macht der da und wo will der hin? Beim Praktikum der S-Bahn München war auch ein Besuch beim Stellwerk für den Münchner Hbf, dort hing auch ein Bild von einem Güterzug im Hbf, das kam mal vor, war ein Fehler von einem anderen Fahrdienstleiter. Aber jetzt schon wieder? Ich hätte den Zug eher auf dem Rangierbahnhof erwartet in Laim als auf dem Gleis von Augsburg. Meines Wissens nach gibt es keine Möglichkeit von dort noch auf eine andere Strecke zu fahren, ohne die Fahrtrichtung zu ändern. Werd mal ein paar Nachforschungen anstellen, ob ich was herausfinden kann, was da los war.
Kurz drauf in Pasing gleich wieder nächste: es gibt dort ein kleines Abstellgleis für die S-Bahn und wenn ich mich in der Dunkelheit nicht versehen habe, dann stand dort ebenfalls eine Diesellok der Baureihe 218. Kann sein, dass ich es wirklich falsch gesehen habe, aber nachdem im Pasinger Bahnhof (Gleis 3 müsste das gewesen sein) drei leere, beleuchtete n-Wagen ohne Lok vorne und hinten standen, gehörte die Lok wohl ehemals dazu. Wieso passiert sowas am Pasing Personenbahnhof? Nun gut, vielleicht erfahr ich ja mal genaueres.
Zum Abschluss begegnete mir dann auf der Fahrt nach Augsburg bei Maisach noch eine Regionalbahn von Augsburg. Normalerweise sind das Doppelstock-111er-Garnituren oder die neuen 440er-Triebzüge in Doppel- oder Dreifachtraktion. Interessanterweise war dort nur ein einziger unterwegs. Hab ich so noch nicht erlebt. Wird aber sicher seinen Grund gehabt haben, warum nur einer im Einsatz war.
Soviel von mir, endlich mal wieder ein Lebensfunke hier :D
Greetz,
Wozzap
Zugbegleiter im Regionalverkehr freundlicher geworden?
So, ich breche mal dieses schlimme Schweigen – Chris, was is los mit dir?!
Mir ist da in letzter Zeit in den Regionalzügen zwischen München und Augsburg aufgefallen, dass die Zugbegleiter (aka Schaffner) irgendwie auf einmal sehr viel freundlicher reden, als man es davor kannte. So kam z.B. einmal die Durchsage auf der Fahrt nach Augsburg, kurz vor Hochzoll:
“Sehr geehrte Fahrgäste, in wenigen Augenblicken werden wir nun den Bahnhof Augsburg-Hochzoll erreichen. Dort haben Sie Anschlussmöglichkeiten an eine Regionalbahn Richtung Ingolstadt [...]. Meine Damen und Herren, bitte beachten Sie dennoch die Durchsagen der Kollegen auf dem Bahnsteig für evtl. kurzfristige Änderungen und Ergängzungen. Das Lok- und Zugpersonal verabschiedet sich im Namen der Deutschen Bahn von allen Fahrgästen, die in Augsburg-Hochzoll aus- oder umsteigen, würden uns freuen, sie bald wieder als unsere Fahrgäste begrüßen zu dürfen, wünschen Ihnen einen schönen Tag, bleiben Sie gesund und auf Wiedersehen!”
Ich muss sagen: Ich hab nicht schlecht gestaunt. Aufgefallen ist es mir auch bei der Fahrkartenkontrolle. Da kam kein trockener Spruch, sondern ein lebendiges, freundliches
“Einen schönen guten Morgen, die Fahrscheine würde ich gerne einmal sehen!”
als er in meine Nähe kam. Das wiederholte er auch immer wieder, aber eindeutig ernst gemeint und mit viel Motivation. Keine Ahnung, ob die Bahn dort was gemacht hat, direkt unfreundlich waren die Schaffner ja nie (bis auf Ausnahmen, leider), aber einen solchen Schwall an Freundlichkeit erlebe ich irgendwie erst seit den letzten Tagen/Wochen.
Aber wie auch immer, ich finds toll, da fühlt man sich gleich willkommener als bei miesgelaunten Durchsagen. Ganz klar: Daumen hoch, so wünscht man sich sowas doch!
Greetz,
Wozzap
Der Weg zum Ziel – inkl. einmal Kehrtwende!
Jeder geht heutzutage seinen eigenen Weg, Unternehmen tun das meistens ja auch. So auch die Bahn – oder besser gesagt ihre Züge. Die werden zwar immer noch geleitet, aber ginge es nach den Fahrtzielanzeigern kommen dabei durchaus lustige Verbindungen heraus.
So war ich z.B. am Samstag in Plattling und habe beschlossen, mit dem ICE über Nürnberg nach München zu fahren. Der ICE 20 aus Wien kam auch pünktlich, ein Blick auf die Anzeige am Bahnsteig ließ mich allerdings ein wenig stutzen:
Ginge es nach dem, würde der Zug wohl durch Frankfurt(Main) Hbf durchfahren, am Flughafen halten, dann über die Hochgeschwindigkeitstrasse nach ab Köln. In Köln dann eine Kehrtwende, durch den Frankfurter Flughafen wieder durch und dann schließlich und endlich zum Hbf in Frankfurt. Krasse Vorstellung :D
Keine Ahnung, welche beiden Verbindungen da durcheinander gekommen sind, amüsant ist es allemal :D
Greetz,
Wozzap
Personen im Gleis?
Das hab ich so auch noch nicht erlebt.
Auf dem Heimweg von der Schule in der S-Bahn in Gernlinden ziemlich lange gestanden. Irgendwie wusste keiner, wieso. Bis dann Durchsage kam, dass im Maisacher Bahnhof angeblich Personen unterwegs seinen. Dachte erst: hä, das ist nicht abnormal? Aber es kam noch der Nachsatz, dass sie im Gleis seien und wir deswegen nur mit verminderter Geschwindigkeit auf schriftlichen Befehl, den er gerade noch hat schrieben müssen, in den Bahnhof einfahren dürfen. Ging dann auch wieder weiter, raus aus Gernlinden und ganz langsam richtung Maisach.
Vor Maisach scheinte das ESig auch rot gewesen. Kam dann eine Durchsage, die ich noch nie hörte: “Wegen angeblich dauernd auf die Gleise hüpfender Personen, die dann auch gleich wieder auf den Bahnsteig gehen, werden wir nur in etwa zur Hälfte in den Bahnhof einfahren, damit ich sehen kann, was dort los ist, die Türen werden dann noch nicht offen sein!”
Mehrmaliges intensives Hupen hat man wahrnehmen können, mehr hat man aber auch nicht erfahren. Ein paar kleine Schüler meinten, sie müssten einen ungeheuren Spaß aus der Sache machen, so ala “Hast du das gemerkt?! Wie das geruckelt hat? War sicher ein Arm!”. Und wie lustig es doch wäre, wenn das jetzt nur Bauarbeiter wären oder der Vorstand von der Bahn da sitzen würde und Picknick macht. Naja, ich sag mal nichts dazu.
Durch die ganze Aktion haben wir bis Mammendorf dann richtig krass Verspätung bekommen. Ich schätze mal, dass der Fahrdienstleiter in Maisach das von seinem Fenster aus hat sehen können, den Maisacher Bahnsteig ist ja gleich gegenüber. Wenn es stimmt, würde ich vermuten, dass es irgendwelche leichtsinnigen Mutproben von ein paar Kindern waren.
Greetz,
Wozzap
Praktikum light bei der S-Bahn – Zusammenfassung
So, mal wieder ein Post: Ich hatte die einmalige Gelegenheit ausnahmsweise eine offizielle Führerstandsmitfahrt auf einer 423er-Baureihe der S-Bahn München zu bekommen. Die Gelegenheit schreite natürlich beim Schopf gepackt zu werden und das habe ich auch getan. Natürlich gibt es auch Fotos, die sind weiter unten dann. › Weiterlesen…
Coming soon: BahnCard 100 Light aka Deutschland-Pass
Ich habs schon vermutet, dass es wieder kommt und es ist tatsächlich da: Grade eben per Newsletter von der Bahn erfahren, dass der Deutschland-Pass wieder angeboten wird. Soll heißen, für 249 Euro (ab 27 Jahren: 299 Euro) einen Monat kreuz und quer mit allen Zügen in der 2. Klasse durch Deutschland cruisen.
Nachdem ich ja wieder Arbeit habe, werde ich mir das Ding leisten und in den Sommerferien so RICHTIG ausnutzen. Es ist bereits seit dem 14.06. wieder kaufbar, gilt ab Kauf einen Monat spätestens bis zum 31. August 2009. Leider nicht länger, denn die Sommerferien in Bayern fangen erst am 1. August an (dauern aber halt entsprechend lange in den September hinein).
Trotzdem, das wird ausgenutzt: Ist doch eigentlich wie ne BahnCard 100 2. Klasse für einen Monat – nur günstiger. Einfach in den ICE einsteigen und losfahren. Was für ein Gefühl… Allein der Gedanke lässt mich auf Wolke 7 schweben.
Deutschland ich komme!
Greetz,
Wozzap
Link: Deutschland-Pass
Neue Technik = zuverlässig? Oh nein!
Fluchen hätte ich heute können. Wie ihr sicher gelesen habt: ich finde die neuen 440er-Baureihen-Triebzüge richtig richtig cool… Sind total angenehm zu fahren. Aber wie schon bei den Münchner Trams zeigt sich auch hier eine Tendenz, was die zuverlässigkeit betrifft.
Um noch kurz bei München zu bleiben: Die sogenannten P-Wagen der Münchner Tramflotte (schöne alte Trams; mit einer wunderschönen Glocke) waren echte Arbeitstiere. Höchst zuverlässig, dauernd im Einsatz und fast nie in der Werkstatt. Mir sind keine großen Probleme bekannt, die es jemals mit denen gab. Seit vielen Jahren hat die MVG (in München für Bus, Tram und U-Bahn zuständig) neue Triebwagen angeschafft. Auch diese waren recht zuverlässig. Aber je neuer die Flotte wird, je mehr technische Rafinessen drin stecken, desto häufiger sind sie in der Werkstatt.
Und genau diesen Effekt merkt man auch bei der Fahrzeugflotte der DB. Bisher fuhren bei uns ja immer Zugkonstellationen aus Doppelstockwagen (4 oder 5) und ein oder zwei 111er Loks. Wenn nur eine Lok, dann am anderen Ende ein Steuerwagen. In der Zeit, in der ich jetzt von Mammendorf aus sehr oft mit dem Zug nach München oder von dort wieder heim gefahren bin, habe ich nie erlebt, dass ein Zug wegen technischen Störungen stehen bleiben musste.
Nicht, dass diese Züge sehr modern, komfortabel und technisch ausgeklügelt waren, aber sie konnten eines: Fahren. Sie fuhren einfach; und das unermüdlich, ohne große Probleme.
Die neuen 440er Baureihen habe eine tolle Beschleunigung verglichen zu den alten 111ern. Aber scheinbar ist die Beschleunigung proportional mit der Ausfallswahrscheinlichkeit. Folgendes:
Heute nach der Arbeit noch mit nem Kumpel getroffen und danach meinen Heimweg mit dem Zug angetreten. 18:58 sollte es losgehen, hatte mir einen schönen Sitzplatz ergattert und gewartet, dass wir abfuhren. 19:00 Uhr und wir standen noch immer. Aber wie es Murphys Gesetze wollen: genau setzten wir uns in Bewegung. Ganz klein bisschen rollten wir, schon standen wir wieder. Waren vielleicht alles in alleem 1,5 Meter, die der Zug “zurücklegte”. Wir standen also – und standen. Keiner wusste, was los ist. Dann kam eine Durchsage:
Verehrte Fahrgäste, auf Grund von technischen Störungen verzögert sich unsere Weiterfahrt derzeit auf unbestimmte Zeit, wir bitten um Ihr Verständnis. Wir haben die Türen für Sie allerdings geöffnet, wenn Sie aussteigen möchten. Bei Weiterfahrt geben wir Bescheid!
Waren wirklich auf, einige sind raus. Kurz darauf kam die Durchsage erneut, allerdings mit der Begründung “technische Fahrzeugstörungen”. Dem scheinte auch wirklich so gewesen zu sein. Einige Minuten später (es war bereits 19:10 Uhr) kam erneut eine Durchsage:
Verehrte Fahrgäste, auf Grund von technischen Fahrzeugstörungen endet dieser Zug bereits in München [Kommentar: enden? wir sind noch nichtmal gefahren]. Am Gleis 16 wurde ein Ersatzzug bereitgestellt, dieser fährt in ca. 5-10 Minuten ab, steigen Sie bitte in diesen Zug um!
Sieht lustig aus, wenn ein kompletter Zug auf einmal aussteigt und sich eine riesige Schlange Menschen von einem Bahnsteig auf den nächsten bewegt, um dort schnell in den Zug zu springen. Hatte mir dann also auch dort einen schönen Platz ergattert und wir sind tatsächlich gefahren. Und ja: das war auch eine BR440 (ebenfalls in Doppeltraktion). Aber die bessere Beschleunigung hat uns doch einiges gebracht: Nachdem wir in München 20 Minuten zu spät losgefahren sind, sind wir in Mammendorf 14 Minuten zu spät angekommen – macht 6 rausgeholte Minuten. Wobei man auch dazusagen muss: so wie der TF gefahren ist, kein Wunder: entweder voll beschleunigen oder gar nichts (oder natürlich bremsen, wäre aber auch beschleunigen… nur negativ beschleunigen – Physik-Gedanken :D).
Nichtsdestotrotz finde ich die 440er weiterhin klasse!
Greetz,
Wozzap
Bombendrohung in München [Update]
Olching, den 18.06.2009 um 13:19 Uhr: Wir stehen am Bahnhof, warten auf unsere S-Bahn nach Mammendorf. Eine weitere Richtung München steht mit lauter Klimaanlage zur Abfahrt bereit. Kleine Kinder schreien und sind generell laut. Und was ist wohl gleichzeitig los? Exakt, eine Durchsage – von der natürlich niemand auch nur ein Wort versteht. Es kam aber eine S-Bahn nach Mammendorf, also machte ich mir keine Gedanken darum.
In Mammendorf angekommen fiel mir auf: Merkwürdig, der Regionalexpress muss heute auf die S-Bahn warten? Normal ist das doch immer andersherum. Und es strömte eine Menschenmenge in die S-Bahn. Total unüblich für die Zeit. Und merkwürdigerweise war der Zug leer. Sogar die Imbiss-Servicekraft mit dem Wagen ist in die S-Bahn. Und der Zug bekam auch Minuten nach unserer Ankunft, nachdem das Gleis also wieder frei war, kein grünes Signal. Ich konnte mir nicht erklären, wieso, vermutete aber, dass es mit der Durchsage in Olching zusammenhängt. Und dem war auch so: Nach dem Mittagessen Mails abgerufen, da erreicht mich doch glatt diese Nachricht:
Sehr geehrte Fahrgäste, aufgrund einer Bombendrohung ist der gesamte Bahnhof München-Pasing gesperrt worden. Es verkehren keine S-Bahnen und Züge. Bitte beachten Sie das alle westlichen Linien vor Pasing enden. Die östlichen Linien beginnen und enden am Ostbahnhof bzw. vor diesem. Bitte benutzen Sie alle anderen Verkehrsmittel..
Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne Mo-Fr von 7-20 Uhr und Samstag von 8-20 Uhr unter 01805/661010 (14 ct/Min) zur Verfügung. Herzliche Grüße Ihr Service- Dialog
Ab dann war klar, was los ist. Und dass damit nicht zu spaßen ist. Es erklärt natürlich auch, wieso der Zug in Mammendorf stehen geblieben ist. Ist schließlich seine letzte reguläre Haltestelle vor Pasing.
Meine Vermutung für den weiteren Nachmittag: Verspätungen, riesige Verspätungen auf dem gesamten Verkehr nach Augsburg. Es gibt keine Ausweichmöglichkeit. Höchstens eventuell ab Olching über die Abzweigung zum Güter- und Rangierbahnhof München Nord (Allach). Und dann über den sogenannten Nordring zum Hauptbahnhof oder Ostbahnhof. Aber ich schätze, die Züge bleiben auf der freien Strecke stehen, nur die S-Bahnen werden pendeln, haben ja ihre eigenen Gleise.
Werde berichten, wenn ich mehr weiß.
Update: Soeben bekam ich via Mail schon wieder die Entwarnung:
Sehr geehrte Fahrgäste, die Sperrung des Bahnhofes München – Pasing ist aufgehoben. Es muss mit Verspätungen gerechnet werden. Alle Linien verkehren bis zu Ihren Endpunkten.
Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne Mo-Fr von 7-20 Uhr und Samstag von 8-20 Uhr unter 01805/661010 (14 ct/Min) zur Verfügung. Herzliche Grüße Ihr Service- Dialog
Was genau da jetzt los war, wird man wohl vor allem heute Abend in den Nachrichten erfahren, schätze ich.
Greetz,
Wozzap
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